Chronik des Imkerverein Ehingen

Chronik Imkerverein Ehingen gegründet 1885

Die Vereinschronik wurde von Schriftführer, Herrn Josef Gaus anhand der vorhandenen Protokollbücher und Unterlagen zusammengestellt und anlässlich der 125 Jahre Jubiläumsveranstaltung am 3. September 2010 vorgetragen.

Nachstehend eine Übersicht in Kurzform.

So stehen interessante Informationen über die für den Verein tätigen Männer, über die Geschehnisse, über Ernten und Missernten, über Aufschwung und Niedergang des Vereins. Die Blätter des 118 Jahre alten Buches sind vergilbt und zerbrechlich, aber sie geben ein anschauliches Bild vom Vereinsgeschehen und von der Imkerei im damaligen Kreis Ehingen.

Über die Gründung des Vereins sind im Protokollbuch keine Aufzeichnungen enthalten. Einen Bericht über die Gründungsversammlung eines “Bezirksbienenzüchtervereins Ehingen a.D. finden wir jedoch in der Zeitschrift “Die Bienenpflege” vom 24.April 1885.

Danach fand am 29. März 1885 in der Bierhalle des “Kronprinzen” in Ehingen die erste Versammlung von Bienenzüchtern statt. 32 Gründungsmitglieder wählten zum 1. Vorsitzenden Verwaltungsaktuar G. Tritschler und als 2. Vorsitzenden Dr. Uhl, Oberamtswundarzt. Gleichzeitig wurde damals der Beitritt zum Landesverein beschlossen. Bei einer weiteren Versammlung am 19. April 1885 wurden die Statuten beraten und ohne Debatte angenommen. Der Verein erhielt den Namen: Bezirksbienenzüchterverein Ehingen a.D.

Der Jahresbeitrag war damals 2 Mark pro Mitglied, die gleichzeitig auch Mitglied im Landesbienenzüchterverein waren. Bei dieser Versammlung waren bereits 150 Stück praktische bienenwirtschaftliche Geräte von verschiedenen Fabrikanten ausgestellt. Es wurden mehrere Honigschleudermaschinen mit verstellbarem und endlosem Gummitreibriemen bestellt.

Allem Anschein nach war die Vereinsbegeisterung der Gründungsversammlung, als der Verein bald 50 Mitglieder zählte verflogen, denn der Vorstand war zurückgetreten und es musste ein neuer Vorstand gewählt werden, allerdings waren nur 12 Mitglieder anwesend.

Am 12. April 1898 wurde im “Grünen Baum” in Ehingen Postsekretär Schulthaiß, zum Vorsitzenden gewählt. Der Verein ist rührig, der Vorsitzende führte ein von ihm erdachtes heizbares Wabenentdeckelungsmesser vor.

Bei der Vollversammlung am 25. März 1900 wurde eine neue Beute ausgestellt, die Schwäbische Lagerbeute mit beweglichen Rahmen. Damals ein riesiger Fortschritt gegenüber den Strohkörben. Der Honigpreis betrug anno 1900 eine Mark pro Pfund.

Erkrankt ein Mitglied oder geht durch Tod ab, so ist der Verein verpflichtet, für richtige Pflege und Erhaltung der Bienen solange zu sorgen, bis die Jahreszeit einen günstigen Verkauf gestattet. Zur Behandlung der Bienen wird ein erprobtes Mitglied beordert, welchem neben Reisekostenentschädigung 20 Pfennig pro Kilometer noch ein Stundengeld von 30 Pfennig vom Bittsteller zu entrichten ist.

Die Berichte von den Jahren 1911 bis 1914 sind so dürftig und unvollkommen, dass sie gewiss kein Bild von der regen Vereinstätigkeit in diesen Jahren abgeben. Der letzte Eintrag erscheint am 17. September 1913 und befasst sich mit der Vorbereitung der Ausstellung zum landwirtschaftlichen Bezirksfest in Ehingen.

Von den Kriegsjahren 1914-1918 ist keine Eintragung vorhanden.

Bei der Frühjahrsversammlung am 28. März 1920 im “Blaufeld” in Ehingen wurden die vom Felde zurückgekehrten Mitglieder und als Gast Stadtschultheiß Locher besonders begrüßt.

Wohl aufgrund der damaligen Notzeit wird im Verein, der nunmehr 232 Mitglieder zählt, über zu geringe Zuckerlieferungen geklagt. Für das nächste Jahr wird pro Volk 2 Pfund Kandiszucker in Aussicht gestellt, bei einem Honigpreis von 15 bis 20 Mark. In einer späteren Versammlung wurde der Honigpreis dem Butterpreis gleichgestellt.

Bei der Frühjahrsversammlung 1925 zählt der Verein 281 Mitglieder.

Am 18. März 1928 fand im “Rößle” in Schelklingen die Gauversammlung der Vereine von Ehingen, Blaubeuren, Münsingen, Zwiefalten und Bernloch statt. Hierbei stellte Oberlehrer Schänzle die neue Einheitsbeute von Graze vor und erläuterte sein neu erfundenes Königinnenzuchtkästchen, das von Imkerschreiner Schrode hergestellt worden war. Von einigen Mitgliedern wird angeregt, das Abreißen von Weidenkätzchen zu verbieten.

Nach einer Mitteilung des Kreisbauernführers muss die Gleichschaltung des Vereins vorgenommen werden. Als Führer wird Oberlehrer Schänzle aus Rottenacker bestimmt.

Von der Reichsbeihilfe zur Behebung der besonderen Notstände in der Bienenzucht werden 200 Mark bewilligt die an 25 notleidende Imker verteilt werden. Der Bienenzuchtverein wird an den Reichsnährstand angegliedert.

Bei der Frühjahrsversammlung am 21. Mai 1939 in der “Krone” in Ehingen, gab der Vereinsführer bekannt, dass der Bezirksverein sich in die Kreisfachgruppe 14 umgebildet habe. Zu ihr gehören auch die Ortsfachgruppen Münsingen, Auingen und Laichingen. Der Mitgliederstand beträgt 182.

Das Jahr 1940 war ein sehr schlechtes Bienenjahr, der lange harte Winter und die Bienenseuche Nosema brachten sehr starke Völkerverluste.

Die Zuckerbestellung brachte Vorstand Schänzle viel Arbeit, Ärger und Verdruss. Durch den Landrat war nämlich der Zucker beschlagnahmt und erst nach langem Verhandeln wieder freigegeben worden, so dass er teilweise zu spät in die Hände der Imker kam.

Es zeigten sich jetzt auch die ersten kriegsbedingten Auswirkungen. So wurde ab 1. April 1940 das Wachs beschlagnahmt. Auch wurde der Honigpreis gestoppt. Jedes Mitglied hatte 3 Pfund Honig pro Volk zum Pfundpreis von 1.-- RM dem Reich zur Verfügung zu stellen.

Der Honig kam besonders den Soldaten in den Lazaretten zugute. Die Imker werden aufgerufen, die Völker der im Kriege stehenden Kameraden mit zu betreuen.

Bereits im Jahr 1944 müssen pro Volk drei Kilogramm Honig zu 8.-- RM abgeliefert werden, sonst gibt es weder Zucker noch Wachs oder Tabak.

Während der Kriegsereignisse fanden in den Jahren 1943 bis 1945 keine Versammlungen statt. Durch Genehmigung der französischen Militärregierung durfte am 26. Mai 1946 die erste Versammlung des Bienenzuchtvereins nach dem Kriege im Gasthaus “Schwanen” in Ehingen abgehalten werden.

Am 3. Dezember 1946 musste der Verein -dem in der Zwischenzeit wieder 323 Imker angehörten- 500 Völker mit Winterfutter und Kästen an Frankreich abliefern, dadurch verringerte sich die Völkerzahl von 3200 auf 1879 am 1.1.1947.

Der bisherige Vorstand Oberlehrer Schänzle war von 1911-1948 Vorstand und wurde zum Ehrenvorstand ernannt.

Bienenschutz und Schädlingsbekämpfung waren das Hauptthema bei der Frühjahrsversammlung 1950. Es wurden Pflanzenschutzmittel gefordert, die für Bienen nicht schädlich sind, oder aber die verwendeten Mittel müssten außerhalb der Blütezeit verwendet werden.

Sorgen bereitete den Imkern die Preisentwicklung für “Deutschen Bienenhonig” angesichts des billigen Auslandshonigs. Der Honigpreis sollte dem Butterpreis entsprechen, Pfund 2.10 bis 2,40 DM. Enttäuschende Bienenjahre, in denen viele Honigkannen leer blieben, waren die Jahre 1952 - 1955. Geklagt wird in diesen Jahren auch über die Verwendung von Schädlingsbekämpfungsmitteln und über Seuchenverluste.

Nicht besser war das Jahr 1956, das von vielen Imkern als das schlechteste einer langen Imkerpraxis bezeichnet wurde.

Im Jahr 1957 hat der Leiter der Ortsfachgruppe Ehingen, Gewerbeschulrat Speh angeregt, dass sich die Imker jeden ersten Montag im Monat im “Schwanen” zur Aussprache treffen sollten. Dazu kamen Imker aus dem weiten Umkreis. Neben der Besprechung aller einschlägigen Fragen der Bienenpflege und Bienenzucht, der Wanderung usw. wurde auch die Geselligkeit und Gemütlichkeit gepflegt. Nach schlechten und mäßigen Honigerträgen zu Beginn der 60 er Jahre, brachte das Jahr 1964 endlich wieder volle Honigkannen. Bereits im Mai gab es eine Schleuderung mit guten Erträgen. Es wurden Durchschnittserträge von 25 kg je Volk und Höchsterträge bis zu einem Zentner erzielt.

In seinem Nachruf, der an seinem Grab in Schwendi gehalten wurde, heißt es: “Es ist unermesslich, was Dr. König in diesen 20 Jahren für seine Imker geleistet hat, als Lehrer der Bienenzucht in zahlreichen Fachvorträgen und praktischen Anweisungen.

Neuer Vorstand wurde am 6. Oktober 1968 bei der Versammlung im “Schwanen” Landwirtschaftsschulrat i.R. Friedrich Ackermann.

Bereits am 16. März 1969 wurde einstimmig eine neue Vereinssatzung beschlossen. Die Schlagzeilen in der Presse über die Versammlungen geben uns ein Bild über die Honigerträge zu Beginn der 70er Jahre: z.B. “Imker hatten ein mageres Jahr” “Vom Bienenjahr nicht befriedigt” “Trockenheit ließ Nektarquellen versiegen”

1973 gehörten dem Verein 163 Mitglieder an die rd. 2000 Bienenvölker bewirtschafteten. Albert Dolpp aus Obermarchtal wurde 1974 zum 1. Vorsitzenden gewählt. Aus der Vereinsgeschichte entnehmen wir, dass der Bienenzüchterverein in den Jahren 1977 und 1978 mit einem Stand bei der Ehinger Kirbe vertreten war.

von Vereinsmitgliedern bei den “Unteren Forchen” in der Nähe der Ehinger Reithalle eine Belegstelle eingerichtet, die in der Zwischenzeit zu einem Treffpunkt der Kameradschaft unter den Imkern geworden ist.

Seit seinem Amtsantritt findet hier das jährliche Belegstellenfest statt. Im Altkreis Ehingen gab es in diesem Jahr 1681 Bienenvölker und 156 Imker. Einen Auftritt in der Öffentlichkeit gab es für die Imker beim Erntedankfest des Bauernverbandes am 7. Oktober 1984 in Ehingen. Beim großen Umzug durch die Stadt, war auch der Imkerverein mit einem viel bewunderten Wagen und einer Fußgruppe vertreten. Während des Festzuges wurden 1600 Honigproben an die Zuschauer verteilt.

Bei der Hauptversammlung am 4. November 1984 wurde eine neue Satzung beschlossen. Nach der neuen Satzung erhielt der Verein die Bezeichnung:
“Imkerverein Ehingen e.V.”

Im Verein waren 147 Imker eingetragen, die 1608 Bienenvölker bewirtschafteten.

In einem Protokoll vom 12.April 1985 steht in der Überschrift: “Es ist soweit” Ein Treiben, anfahren und arbeiten in der Lindenhalle begann. Es waren die Vorbereitungen zum “Jahrhundert-Ereignisses” des Imkervereins Ehingen vom 20.-21. April 1985 mit Württembergischen Imkertag.

Drei Veranstaltungen sind es gewissermaßen, die am Wochenende viel Aufmerksamkeit finden werden, schreibt die Presse.

Es waren Abordnungen von 108 Imkervereinen und Imker aus dem ganzen Land vertreten. Das Jubiläumsfest wurde am Samstagabend, von den Allgäuer Dorfmusikanten musikalisch umrahmt. Am Sonntag fand der Württembergische Imkertag statt. Der Festgottesdienst in der Konviktskirche wurde zelebriert von Pater Angnellus Schneider, der in seiner Predigt die Jahrhundertfeier ein Fest der Besinnung und des Dankes nannte. Dank für die Kameradschaft im Beruf durch hundert Jahre. Und jeder Dank sei auch eine neue Bitte: Gott bewahre die kleine Kreatur, so der Pater in seiner Predigt und ebenso die Imker.

Der Tag wurde durch musikalische Darbietungen der Jaghornbläser in der Kirche und der Stadtkapelle Ehingen in der Lindenhalle umrahmt.

Mit der Veranstaltung verbunden war eine bienenwirtschaftliche Ausstellung. Schirmherr der Jubiläumsveranstaltung war Staatssekretär Ventur Schöttle. Vorsitzender Leonhard Hauler konnte zum Abschluss der Jubiläumsveranstaltung zahlreiche Bienenzüchter und Mitglieder für ihre jahrelange Arbeit ehren.

Das Jubiläumsjahr 1985 schließt mit einer Schlagzeile in der Presse die lautet:

Keine “süße Zeit” für die heimischen Bienenzüchter, es soll das schlechteste Honigjahr der letzten 50 Jahre gewesen sein. In einer weiteren Schlagzeile ist zu lesen: Varroamilbe auf dem Vormarsch. Beim Ehinger Imkerverein 2000 Völker von den Parasiten bedroht.

Verschiedene chemische Bekämpfungsmittel werden ausprobiert. Das Ministerium und die Tierseuchenkasse fördern die Forschung nach biologischen Mitteln 1985 mit insgesamt 110 000 DM. Der Einsatz von Ameisensäure werde derzeit vom Bundesgesundheitsministerium geprüft.

Im Jahr 1987 so berichtet das Protokoll, sank die Völkerzahl von 1518 im Jahre 1986 auf 1318 im Jahr 1987. Die Mitgliederzahl nahm von 146 auf 139 im Jahre 1987 ab.

Den rückläufigen Völkerzahlen landesweit, will das Land Baden-Württemberg entgegenwirken. Jeder Imker erhält daher pro Volk einen “Bestäubungszuschuss” in Höhe von 5 DM.

Die alte Belegstelle wurde 1990 grundlegend saniert und ein neues Dach aufgebracht.

Im Jahr 1991 herrschte große Aufregung, der damalige Landwirtschaftsminister Gerhard Weiser ließ in einer Landtagsdrucksache mitteilen, dass Honig nicht für eine gesunde Lebensweise geeignet sei. Demnach auch kein Heilmittel für bestimmte Erkrankungen.

Daraufhin verlangten die Imker des Landesverbandes eine Entschuldigung vom Minister. Gleichzeitig ließ der Erzeugerverband wissen, dass die Heilwirkung des Honigs erwiesen sei. Dem Aufruf des Deutschen Imkerbundes, Honig für die notleidende russische Bevölkerung zu spenden folgten auch die Mitglieder des Imkervereins Ehingen. Insgesamt wurde 1992 von Ehinger Imkern 2,5 Zentner nach Russland transportiert.

Schriftführer Walter Finkele übergibt seine Schriftführertätigkeit am 24.10.1993 an Paul Keller, Schelklingen.

Die Bevölkerung wurde zum Besuch der Ausstellung herzlich eingeladen. Der Verein hat insgesamt 142 Mitglieder die 1.280 Bienenvölker betreuen.

Bei der Jahreshauptversammlung für 1996 schreibt die Presse in der Überschrift: “Zahl der Imker rückläufig“. Die Monatsversammlungen die jeden ersten Montag stattfinden besuchten 1996 durchschnittlich 22 Imker. Der Verein schafft einen Dampf-Wachsschmelzer für 1.895 DM an. Am 8. Juli 2000 veranstaltete erstmals der Deutsche Imkerbund einen “Tag der deutschen Imkerei” 5 Ehinger Imker nehmen daran teil. Der Deutsche Imkerbund möchte in der Region um Nachwuchs werben, da die Imkerei kaum bekannt ist.

Unser Vorstand wurde von Professor Sonntag, Fachhochschule Weihenstephan, angesprochen, ob der Imkerverein Ehingen Interesse habe an einem Lehrbienenstand. Die Planung des Projekts sah vor, dass der größte Teil der Bauarbeiten von 3 Studenten übernommen wird und diese gleichzeitig über den Lehrbienenstand ihre Diplomarbeit fertigen.

Der Oberbürgermeister und der Stadtförster stimmten dem Vorhaben zu. Der Ausschuss hat dieses Projekt ebenfalls einstimmig befürwortet.

Auch die Geselligkeit kam beim Imkerverein nicht zu kurz, bei einem viertägigen, lehrreichen Ausflug in die Lüneburger Heide waren die Ehinger Imker sehr beeindruckt von den riesigen Heideflächen, die dort als Bienenweide zur Verfügung stehen.

Am Sonntag, dem 21. Juni 2003 konnte der neue Lehrbienenstand bereits eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Vorstand Leonhard Hauler konnte bei der Einweihungsfeier viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens begrüßen und willkommen heißen. Die Schlagzeilen in der Presse lauteten: Erschütterungsfreie Lehrbienenstände -Beim Lehrstand-Bau fleißig wie die Bienen- Der neue Lehrbienenstand wird vorgestellt - Der Stand dient der Schulung der Imker und der Nachwuchswerbung, aber auch Kindern, Jugendlichen und Schulen, die die Imkerei sowie die Lebensweise und Aufgaben der Bienen als Bestandteil unserer Kulturlandschaft kennen lernen wollen.

Das Ausflugsziel war dieses Mal Südtirol, mit Meran, dem Grödnertal, den Dolomiten und dem Kalterer See. Aus dem Protokoll ist zu entnehmen, dass die Stimmung und gute Laune nicht zu kurz kamen, unter anderem wurde in der illustren Gesellschaft, kurzerhand noch die Trauung eines Brautpaares besiegelt. Ein herrlicher und gelungener Ausflug.

Bei der Jahreshauptversammlung am 10. Oktober 2005, wurde Paul Geiselhart für seine Verdienste um den Imkerverein Ehingen zum Ehrenmitglied ernannt.

Trotz des langen und harten Winters 2005/2006, es lag Schnee vom 17.November 2005 bis Ende März 2006 -der erste Reinigungsflug war am 18. März 2006, bis zu 5 Monate mussten die Bienen den Winter ohne Ausflug im Stock verbringen- wird von guten Honigjahren in 2005 und 2006 berichtet. Bis zu 60 angehende Imker nahmen ab Mai 2006 am Anfängerkurs teil, den der Imkerverein Ehingen angeboten hatte.

Der Jahresausflug ging in diesem Jahr in den Bayerischen Wald, 4 Tage waren die Ehinger Imker unterwegs. Viele schöne Eindrücke wurden bei der Böhmerwaldrundfahrt nach Krumau und den Moldaustausee in Tschechien und bei einer Führung durch ein großes Sägewerk mit über 100 Mitarbeitern mit nach Hause genommen. Es war wieder wie gewohnt ein gelungener gut organisierter 4-tägiger Ausflug.

Oberbürgermeister Johann Krieger, der Altsteußlinger Ortsvorsteher Wolfgang Kopp als Beauftragter für die Imkerei im Biosphärengebiet und Boni Klein als Vertreterin des Förderprogramms Plenum, das den Kauf der neuen Schleuder bezuschusst hat, lobten die nachhaltige Arbeit des Imkervereins Ehingen und die Einbeziehung der Öffentlichkeit.

Sicherlich stehen auch in Zukunft den Imkern große Herausforderungen bei der Naturentwicklung bevor durch die Umbrüche in der Landwirtschaft, die Klimaveränderungen und vielem mehr. Es ist Aufgabe der Imker mit ihrem Hobby der Bienenhaltung dazu beizutragen, die Bestäubungstätigkeit und damit die Artenvielfalt in der Natur nachhaltig zu erhalten.

Ich komme zum Schluss, ein arbeitsreiches Bienenjahr liegt hinter uns, auch viele, schöne Stunden im Kreise der Imker. Dem Imkerverein wünsche ich für die Zukunft ein gutes harmonisches Miteinander, den Imkern aber in den kommenden Jahren volle Honigkannen und viel Spaß beim ihrem Hobby der Imkerei. Denn der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe sagte:

“Sie sind voll Honig, die Blumen; aber die Biene nur findet die Süßigkeit heraus”.

Josef Gaus, Schriftführer
3. September 2010